Breites Bündnis beschließt gemeinsame Resolution gegen jeden Antisemitismus

Breites Bündnis von Studierendenverbänden unterstützt Resolution gegen Antisemitismus

Am 15. und 16. Juni haben sich an der Universität Frankfurt über 150 junge Menschen getroffen, um gemeinsam die Erste Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz abzuhalten. Die Konferenz bot den Teilnehmenden die Gelegenheit sich in zahlreichen Vorträgen und Workshops zu informieren und auszutauschen, sowie in Kontakt mit israelischen Studierenden zu kommen. Doch der Höhepunkt der zwei Tage war der gemeinsame Beschluss einer von den Veranstalter*innen vorbereiteten Resolution gegen jeden Antisemitismus und für die deutsch-israelischen Beziehungen.

Ruben Gerczikow von der Jüdischen Studierendenunion Deutschland sagt: “Beschlüsse gegen Antisemitismus, insbesondere in Form der BDS-Kampagne, kennen wir glücklicherweise bereits von einzelnen Studierendenvertretungen, doch nun gibt es erstmals eine bundesweite Resolution, die ganz klare Bekenntnisse gegen Antisemitismus in all seinen Formen und aus allen Richtungen enthält. Inhaltlich neu ist dabei, dass sich insbesondere gegen den verbreiteten israelbezogenen Antisemitismus positioniert wird. und ihm die Forderung/den Versuch des Ausbaus der deutsch-israelischen Beziehungen auf der Hochschulebene entgegenstellt. ”

Ronja Hesse Vorständin des freien zusammenschluss von student*innenschaften fügt hinzu: Das Besondere ist, dass es uns gelungen ist, einen so breiten Kreis von Unterstützenden der Hochschulgruppen zu gewinnen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Campus Grün, RCDS, Juso HSGen und LHG in dieser Art und Weise zusammenarbeiten. Da der Antisemitismus keine Parteigrenzen kennt ist es um so wichtiger ihm überparteilich entgegenzutreten. Entsprechend hoffen wir, dass sich auch weitere Organisationen der Resolution anschließen werden. Die Breite des Bündnisses verdeutlicht, wie relevant es aktuell ist, sich mit Antisemitismus in all seinen Ausprägungen auseinanderzusetzen. Die Voraussetzung dafür ist die Beschäftigung mit der Genese und der Wirkweise des Antisemitismus, daher stehen auch die Forderungen nach dem Ausbau der Antisemitismusforschung, sowie der Einbindung des Themenbereichs insbesondere in das Lehramtsstudium im Zentrum der Resolution.”

Annika Zecher Vorstand beim Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft dazu: “Wir sind sehr zufrieden mit dem Ausgang der Konferenz und der Breite des Bündnisses. Auch wenn die Veranstaltung und die verabschiedete Resolution am Ende arbeitsreicher Wochen standen, hoffen wir damit einen Startpunkt für den weiteren Austausch zwischen Deutschen und Israelischen Studierenden geschaffen zu haben. Wir sind sehr dankbar, die Vertreterinnen von NUIS bei uns gehabt zu haben und blicken zuversichtlich in die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen.”

Sapir Bluzer, Vertreterin der Israelischen Student Union [NUIS], beschreibt, wie sie die Konferenz erlebt hat: “Wir waren als israelische Studierende sehr aufgeregt, das Engagement und den Mut der Anwesenden für den Kampf gegen Antisemitismus und BDS zu entdecken. Die Resolution ist nicht weniger als historisch, und wir rufen alle Organisationen, die sich für die Bekämpfung des Antisemitismus einsetzen, auf, sich an ihrer Verbreitung zu beteiligen. Wir bei der Nationalen Union der Israelischen Studierenden glauben, dass alle Studierenden zuerst auch Bürger ist, und deshalb müssen wir als Studierende unsere Stimme erheben, insbesondere angesichts der komplexesten Fragen.”

Strukturen, Verbände und Organisationen können die Resolution hier unterzeichnen:

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an:

Ruben Gerczikow        | ruben@jsud.de

Ronja Hesse                  | ronja.hesse@fzs.de | +49 151 20942563

Annika Zecher              | jungesforum.frankfurt@digev.de

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