„weiße Flecken“ – Mit Machtverhältnissen des Rassismus brechen – Critical Whiteness als hegemoniale Selbstkritik

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Starts in 23 Days, 3 Hours

4. Mai 2021 17:30 - 19:30

Der Vortrag gibt einen Einblick in die Entwicklung und Intention der Critical Whiteness Studies, die sich als erkenntnistheoretischer und politischer Zugang in der Arbeit zur Überwindung des Rassismus herausgebildet haben. Am Beispiel der Hochschule als weißer* Raum werden die Materialisierungseffekte von Whiteness als de-thematisierter Norm diskutiert. Mit Fokus auf die Lehre, Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit werden Beispiele der Reproduktion weißer* Dominanzkultur dargestellt, vor allem aber Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Machtverhältnisse des Rassismus durchbrochen und durch Critical Whiteness als hegemoniale Selbstkritik weiße* Normativität dekonstruiert werden können.

Vortragende: Martina Tißberger / Fachhochschule Oberösterreich Linz

Dienstag, 04.05.2021 / 17.30 – 19.30 Uhr

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Institutionen, Bildungseinrichtungen und somit auch Hochschulen sind Teil gesellschaftlicher
Strukturen, Orte der Wissens(re)produktion und damit immer auch — gewollt oder ungewollt — Orte der Rassismus(re)produktion. Diese hat vielfältige Facetten, ist institutionell verankert und zeigt sich auf verschiedenen Ebenen: Lehrende of Color sind im Vergleich zur Studierendenschaft unterrepräsentiert, Studierenden mit Migrationsgeschichte wird ihre Fähigkeit abgesprochen, objektiv zu migrationsspezifischen Themen forschen zu können, im Hochschulalltag fallen rassistische Äußerungen seitens Studierender und Lehrender, Hürden für Studierende mit Deutsch als Zweitsprache bleiben unbeachtet, andere Feiertage als die christlichen werden missachtet etc. Dies sind nur einige der offensichtlichsten diskriminierenden Faktoren, die nicht von allen bemerkt werden und bemerkt werden müssen – eine diskriminierungssensible Bildung und Forschung versucht jedoch an genau dieser Stelle lernfähig zu sein und zu bleiben. Diskriminierende Strukturen und Vorkommnisse erfordern eindeutige Handlungen und Positionierungen, die sich ihnen entgegenstellen, auch auf institutioneller Ebene. Dies ist nicht nur in professioneller Hinsicht wichtig, sondern auch zum Schutz direkt bedrohter und betroffener Menschen notwendig. Eine rassismuskritische und diversitätssensible Qualifikation muss deshalb fester Bestandteil sowohl innerhalb der Fachbereichskultur als auch der Institution Hochschule sein. Deshalb möchte der Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften mit Beginn des Sommersemesters 2021 die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung durch die Vortragsreihe „weiße Flecken“ weiter vorantreiben.

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