„weiße Flecken“ – Studieren mit Rassissmuserfahrungen – Handlungsräume und Grenzen

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8. Juni 2021 17:30 - 19:30

Wie verhandeln Studierende Rassismus im (Hochschul-)Alltag? Wie gehen sie mit eigenen Rassismuserfahrungen um? Welche Handlungsräume und -strategien bestehen im universitären Kontext? Anhand der Ergebnisse und Analysen einer qualitativen Untersuchung zeigt sich einerseits, dass der Status Student:in durch Zugang zu Ressourcen dominante Identifikationsmöglichkeiten und Privilegien bieten kann, die andererseits rassifizierten Studierenden nicht bedingungslos zur Verfügung stehen. Im Vortrag werden diese und weitere studentische Verhandlungsweisen von Rassismus und die Rolle der Institution Hochschule beleuchtet.

Vortragende: Karima Popal-Akhzarati M.A. / Fernuni Hagen

Dienstag, 08.06.2021 / 17.30 – 19.30 Uhr

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Institutionen, Bildungseinrichtungen und somit auch Hochschulen sind Teil gesellschaftlicher
Strukturen, Orte der Wissens(re)produktion und damit immer auch — gewollt oder ungewollt — Orte der Rassismus(re)produktion. Diese hat vielfältige Facetten, ist institutionell verankert und zeigt sich auf verschiedenen Ebenen: Lehrende of Color sind im Vergleich zur Studierendenschaft unterrepräsentiert, Studierenden mit Migrationsgeschichte wird ihre Fähigkeit abgesprochen, objektiv zu migrationsspezifischen Themen forschen zu können, im Hochschulalltag fallen rassistische Äußerungen seitens Studierender und Lehrender, Hürden für Studierende mit Deutsch als Zweitsprache bleiben unbeachtet, andere Feiertage als die christlichen werden missachtet etc. Dies sind nur einige der offensichtlichsten diskriminierenden Faktoren, die nicht von allen bemerkt werden und bemerkt werden müssen – eine diskriminierungssensible Bildung und Forschung versucht jedoch an genau dieser Stelle lernfähig zu sein und zu bleiben. Diskriminierende Strukturen und Vorkommnisse erfordern eindeutige Handlungen und Positionierungen, die sich ihnen entgegenstellen, auch auf institutioneller Ebene. Dies ist nicht nur in professioneller Hinsicht wichtig, sondern auch zum Schutz direkt bedrohter und betroffener Menschen notwendig. Eine rassismuskritische und diversitätssensible Qualifikation muss deshalb fester Bestandteil sowohl innerhalb der Fachbereichskultur als auch der Institution Hochschule sein. Deshalb möchte der Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften mit Beginn des Sommersemesters 2021 die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung durch die Vortragsreihe „weiße Flecken“ weiter vorantreiben.

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